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Internationale Projekttage der Solidarität
 

2000 Nachhaltigkeit / Kultur des Friedens

Die Vereinten Nationen und die UNESCO begehen das Jahr 2000 als "Internationales Jahr für eine Kultur des Friedens". Es soll Anstöße geben für den Wandel von einem Kult des Krieges zu einer Kultur der gewaltfreien Konfliktlösung. Die Vereinten Nationen haben eine Deklaration und ein Aktionsprogramm für eine Kultur des Friedens verabschiedet. Ein von Friedensnobelpreisträgern verfasstes "Manifest 2000" appelliert an die Verantwortung jedes Einzelnen, Verhaltensweisen und Werte, die einer Kultur des Friedens förderlich sind, im Alltag umzusetzen. Der interkulturelle Dialog, die Achtung der Menschenrechte, Meinungs- und Pressefreiheit, die Prinzipien der Gewaltlosigkeit und der Toleranz sind Themen einer Vielzahl internationaler Projekte und Aktionen zum internationalen Jahr 2000, deren Koordination die UNESCO übernimmt. Die Aktionen wenden sich besonders auch an Kinder und Jugendliche. Deutsche Beiträge zum Jahr für eine Kultur des Friedens koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn.

Definition einer Kultur des Friedens

Die UNO-Deklaration vom 13. September 1999 definiert eine "Kultur des Friedens" als "Werte, Einstellungen, Traditionen, Verhaltensweisen und Lebensformen, die sich auf die Achtung der Menschenrechte und die Prinzipien der Gewaltlosigkeit und der Toleranz gründen". Sie sollen vor allem durch Bildung vermittelt werden, aber auch durch die Förderung der Informationsvielfalt, der Meinungs- und Pressefreiheit und durch andere politische Maßnahmen. "Zur Definition einer Kultur des Friedens gehört ein positives und friedensförderliches nationales und internationales Umfeld", heißt es in der Deklaration. Nach einem Jahrhundert der Kriege soll das Jahr 2000 eine Wende zur friedlichen Lösung von Streitfragen und zur Konfliktvorbeugung bringen.

"Nachhaltige Entwicklung - Wege zu einer Kultur des Friedens" -
3. Weltweiter Projekttag der Solidarität der UNESCO-Projektschulen.

Das Oberstufen-Kolleg und die Laborschule Bielefeld zusammen mit dem Projektbüro Minden organisieren am 5. Juni 2000, dem "Tag der Umwelt", eine weltweite Aktion unter dem Motto "Schulen entwickeln Wege zur Nachhaltigkeit". Deutsche UNESCO-Projektschulen haben, in der Absicht, die Agenda 21 umzusetzen, alle Schulen der Welt aufgefordert, sich für die in dem Dokument zentrale Idee der "nachhaltigen Entwicklung" (sustainable development) einzusetzen. Schulräume sollen nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltet werden, Kinder und Jugendliche sollen Zukunftsvisionen für ihre Lebensgemeinschaften entwickeln, um in ihrem Umfeld ein friedliches Zusammenleben der Generationen zu pflegen und den Begriff der "nachhaltigen Entwicklung" zu konkretisieren. Der Aufruf der deutschen UNESCO-Projektschulen zum 3. Weltweiten Projekttag schließt an die bisherigen beiden Projekttage der Solidarität an (1996: "10 Jahre nach Tschernobyl" 1998: "50 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte"), an denen sich jeweils über tausend Schulen aus über 90 Ländern beteiligt haben.

3. Weltweiter Projekttag der Solidarität der UNESCO-Projektschulen 25.5.2000
Wegen der Pfingstferien haben die UNESCO-Projektschulen in Baden-Württemberg sich dazu entschlossen, den Solidaritätstag vorzuziehen.

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