> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 28. Januar 2015
 

Jörg-Zürn-Gewerbeschüler präsentieren Schreinerarbeiten

 Holz kann viele kreative Facetten haben - 
Angehende Schreiner zeigen Projektarbeiten

Überlingen – So schön kann Holz sein. Die 20 angehenden Schreiner des dritten Lehrjahrs an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule präsentierten mit ihren Projektarbeiten teilweise schon kleine Kunstwerke – was die handwerkliche Qualität der Verarbeitung angeht ebenso was die gesamte Optik und das Design betrifft. Von einem schlichten Sideboard aus Eiche massiv, das eleganter wirkt als die Beschreibung vermuten lässt, über mehrfarbig modische Objekte bis hin zu Computer- und Schreibtischen, die kühl und elegant sein können, aber auch verspielt mit einem heiteren Stilmix aus Material und Möbelmoden. „Das soll so eine Art Vorläufer für das Gesellenstück sein“, erklärt Hubert Gobs, der schulische Ausbilder.

Elegante Verbindungen wie eine klassische Fingerverzinkung demonstrieren klassische Techniken, die auch optisch Eindruck machen, oder eine geölte Schreibtischplatte aus Birnbaum mit geschmeidiger Oberfläche sind Besonderheiten, die Robert Gunzert von der Firma Adi Hummel sorgfältig herausgearbeitet hat. Der Auszug für die Tastatur und genügend Raum für eine Schalldämmung am Computer selbst machen deutlich, dass auch die Funktionalität nicht zu kurz kommt. Anschläge und Schließmechanismen für Türen und Schubladen sollten ebenso gut funktionieren.

Schwung hat der Schreibtisch von Sabrina Danger, die Auszubildende bei der Schreinerei Geng in Herdwangen ist. Aus mehreren Schichten verleimtem Biegesperrholz hat sie eine weiche Rundung geschaffen, die sie anschließend lackierte. Gleichermaßen auf den Nutzwert des Objektes und den Stil geachtet 

Einen Waschtisch für ihr Bad hat sich Talea Brückmann aus Markdorf gestaltet und dabei Alt und Neu gemixt. Bis hin zum Waschbecken aus versteinertem Holz und rostigen Zimmermannsnägeln im Türchen mit Rosenholzoberfläche reichen die Projektarbeiten.
Bild: Walter

hat Talea Brückmann aus Markdorf, die das Handwerk bei der Firma Knoblauch erlernt. „Ich habe noch einen Waschtisch für das Bad in meiner Wohnung gebraucht“, erklärt sie. Dem historischen Fachwerk gerecht zu werden versuchte sie mit einem alten Holzstamm, den sie in die Fläche integriert hat. Als weiteren Hingucker hat sie das Waschbecken aus versteinertem Holz gestaltet, mehrere hundert Millionen Jahre alt ist. Die wertvolle Rarität hat eine wasserdichte Oberfläche und die Struktur des Holzes ist noch erkennbar.


Hanspeter Walter, Südkurier Überlingen, 28.01.15 nach oben