> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 23. November 2013
 

Technikbegeisterung wecken

Jörg-Zürn-Gewerbeschule startet Vortragsreihe - 
Europäischer Vertriebsmanager ist Absolvent

Überlingen –  Die Idee entstand anlässlich der 175-Jahr-Feier der Jörg Zürn Gewerbeschule im zurückliegenden Jahr. In einem Bändchen hatten zahlreiche Ehemalige der Schule über ihren weiteren Lebensweg berichtet und damit Zeugnis davon abgelegt, wie vielfältig die beruflichen Perspektiven einer schulischen Ausbildung an der Jörg Zürn Gewerbeschule sind. Als im Kollegium darüber nachgedacht wurde, wie junge Menschen für technologische Herausforderungen zu sensibilisieren sind, erinnerten sich die Pädagogen des Büchleins. Die Idee war geboren eine Vortragsreihe „Technikvisionen“ ins Leben zu rufen, in der Absolventen der Schule über ihren Beruf und dessen Herausforderungen referieren sollen.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe macht kein Geringerer als Michael Renz, heute Vertriebsleiter der Audi AG in Europa. Er besuchte von 1974 bis 1978 das Technische Gymnasium an der Jörg Zürn Gewerbeschule. Der 56-Jährige absolvierte eine Ausbildung zum Diplom-Betriebswirt und arbeitete anschließend ab 1983 bei der Daimler Benz AG. Seit 17 Jahren ist er nun für die Audi AG aktiv. Renz will am kommenden Montag, 25. November, im Dorfgemeinschaftshaus Nussdorf einen Blick auf die Zukunft des Automobils werfen und beschreiben, welchen Herausforderungen sich seine Branche in den nächsten Jahren wird stellen müssen.

Die Vortragsreihe „Technikvisionen“ startet in einer Zeit, in der die Schule erstmals dreizügig aufgestellt ist, wie Schulleiter Paul Baur betont. Ihr Ziel soll es aber nicht nur sein, Schülerinnen und Schüler für technologische Themen zu begeistern, sondern die Reihe soll auch „den Blick nach vorne richten“, wie Reinhard Jürß betont. Er wird die von Hubert Gut, Fachbereichsleiter Elektrotechnik, Wirtschaft und Computertechnologie, entwickelte Vortragsreihe nach dessen Ausscheiden aus dem Schuldienst fortführen. Hubert Gut ist es wichtig, dass der Begriff „Technikvisionen“ als Dachmarke  verstanden wird, unter der die Vortragenden die vielfälltigen Möglichkeiten darstellen können, die sich jungen Menschen 

Die Initiatoren der Vortragsreihe mit Kollegen und Schülern vor einer neuen Drehmaschine der Schule (Gesamtwert ca. 40 000 Euro), die im Rahmen der Grundausbildung Metall für Industriemechaniker und Schüler des Technischen Gymnasiums benötigt werden. Von links: Hubert Gut, Paul Baur, Hendrik Biermann, Johannes Braun, Reinhard Jürß, Daniel Brode und Julian Nipp.
Bild: Schnurr

heute in technologischen Berufen eröffnen. „„Wir haben mehr Abschlüsse im Bereich Ingenieure als früher“, so Paul Baur, „aber es könnten natürlich noch wesentlich mehr sein.“ Junge Menschen seien heute nicht technikfeindlich, weiß er, aber „sie gehen dann in ihrer Berufswahl doch häufig in eine andere Richtung.“ Mit der Vortragsreihe eine Plattform zu bieten, auf der „den jungen Menschen Mut gemacht wird, auf der ihnen gezeigt wird, was sie alles erreichten können“, das ist das Ziel der Veranstaltungsreihe.

Reinhard Jürß geht bei der Veranstaltungsreihe noch gleich eine Schritt weiter: „Vielleicht kann aus diesem Vorhaben eine Begegnung Ehemaliger erwachsen“, meint er und beschreibt den Aufbau eines möglichen Alumni-Netzwerks an der Gewerbeschule.

Für den ersten Referenten der Veranstaltungsreihe, Michael Renz, war bei einer Vorbesprechung allerdings klar, was er überhaupt nicht möchte: einen Vortrag vor einer großen Zahl von Zuhörern, die aber uninteressiert sind. Da wäre ihm ein kleinerer Kreis von Interessierten lieber, mit denen er über die Megatrends in der Automobilbranche ins Gespräch kommen kann.

Vortrag

„Automobilmarketing im Zeichen der Digitalisierung“ lautet der Vortrag im DGH Nußdorf am Montag, 25. November um 19.30 Uhr bei freiem Eintritt. Michael Renz, Leiter Vertrieb Europa der Audi AG, legte 1978 sein Abitur am Technischen Gymnasium der Jörg Zürn Gewerbeschule ab. Er arbeitet seit 1983 zuerst bei Daimler Benz und ab 1994 bis heute bei Audi.

Michael Schnurr, Südkurier Überlingen, 23.11.13 nach oben