> Pressespiegel > Bericht: SCHWÄBISCHE ZEITUNG, 26. September 2013
 

Schüler pflegen Soldatenfriedhöfe in Bulgarien

19 Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule erneuern Inschriften -
Zeitzeugen berichten von Gräueltaten

                      

  Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Überlingen pflegen und reinigen deutsche Soldatengräber in Bulgarien.  
Bild: Gewerbeschule
      
 

Überlingen – In den vergangenen Wochen haben sich 19 Schüler und drei Lehren der Jörg-Zürn-Gewerbeschule für 15 Tage im Zeichen des Friedens auf den Weg nach Bulgarien gemacht. Im Gepäck hatte die aus verschiedenen Klassen zusammengesetzte Gruppe unter der Leitung von Hubert Gobs große Ziele, die sich - wie sich im Rückblick feststellen lässt - durch viel Fleiß und Ausdauer alle erreichen ließen.

Gemeinsam mit Schülern der Partnerschule aus Varna und weiteren Schülern aus Sandanski, wurden die deutschen Soldatenfriedhöfe in Marino Pole, Petrisch und Sandanski sowie das Fliegergrab in Roshen renoviert und gepflegt. In mühevoller Arbeit wurden Inschriften erneuert, Bepflanzungen und Gräber gepflegt und sogar eine Treppe neu angelegt. Ergänzt wurde die Arbeit auf den Soldatenfriedhöfen durch verschiedene Workshops nicht nur zum Thema Frieden, sondern auch um die Kultur der Gastgeber, deren Sprache, Bräuche und nicht zuletzt die Gastgeber selbst kennenzulernen.

Wegweiser erneuert
Verschiedene Ausflüge führten die Jugendlichen durch das Sandsteingebirge nach Melnik, es

wurde das Roshen- und das Rilakloster (Unesco Weltkulturerbe) besichtigt sowie die Gedenkstätte in Kerdillia (Griechenland) besucht. In Kerdillia, wo die SS im Zweiten Weltkrieg die männliche Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren erschießen ließ, trafen die Schüler den damals 14-jährigen Zeitzeugen Panajotis Tsiangas, der seine beeindruckende Geschichte offenherzig erzählte und nachhaltigen Eindruck bei den Jugendlichen hinterließ. 

Schließlich wurden auf einer mehrtägigen Wanderung im Piringebirge die verwitterten Wegweiser des Friedenspfads erneuert, respektive ausgetauscht, sodass der Pfad des Friedens nun wieder problemlos begangen werden kann - ein symbolischer Akt.

Die vollbrachte Arbeit wurde mit einer Abschlussveranstaltung in Sandanski gefeiert, an deren Gedenkfeier drei Popen und der stellvertretende Wirtschaftsattache der deutschen Botschaft in Sofia teilnahmen. Diese Aktion ist nur durch Spenden aus Überlingen und Umgebung möglich geworden, so die Schule in einer Pressemitteilung.


SCHWÄBISCHE ZEITUNG Überlingen, 26.09.13 nach oben