> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 04. Mai 2013
 

Gewerbeschule wird erstmals dreizügig

Wegen großer Nachfrage nach Technik und Management-Unterricht gibt es neue Klasse

                      

  Lehrer Hubert Gut und Schulleiter Dr. Paul Baur (von links) sind vom neuen Profil Technik und Management überzeugt, das den Schülern der Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Überlingen auch ganz praktische Unterrichtsinhalte bietet.
Foto: Mathias Schopf
      
 

Überlingen – Zu Beginn des nächsten Schuljahres wird am Technischen Gymnasium an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule erstmals das neue Profil „Technik und Management" angeboten. Wie der Schulleiter Dr. Paul Baur im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung erläutert, ersetzt das neue Profil das bisherige Angebot "Umwelt und Technologie" - erhalten bleibt daneben aber das Profil "Mechatronik".

„Wir haben uns für dieses Profil entschieden, weil wir uns davon hohe Resonanz und Anmeldezahlen versprochen haben", sagt Baur. Die Wirtschaft stehe bei den jungen Menschen hoch im Kurs: Gute Gehälter und angesehene Berufe würden locken. Das neue Profil vereine nun diese Wirtschaftsthemen mit der Technik, die ebenfalls sehr interessant für die jungen Leute sei, erläutert Lehrer Hubert Gut das große Interesse der Schüler.

Die Gewerbeschule hatte mit hohen Anmeldezahlen gerechnet - und war angesichts der tatsächlich eingegangenen Anmeldungen dennoch überrascht. „Aufgrund der hohen Anmeldezahlen haben wir vom Regierungspräsidium Tübingen die Erlaubnis, das neue Profil in zwei Klassen anzubieten", freut sich Baur. Damit wird das Technische Gymnasium erstmals dreizügig. „Wir haben zu viele Schüler für eine Klasse - aber noch zu wenig für zwei stabile Klassen", erläutert Baur 

die Situation. Er hofft deswegen auf zusätzliche  interessierte Schüler, damit es keine überfüllten, aber ordentliche Klassengrößen geben könne.

Das neue Profil begeistere sowohl Jungen wie Mädchen, freuen sich die beiden Pädagogen. Mädchen sind für Management und Technik auch sehr erwünscht von der Schule. „Wer sich für das neue Profil entscheidet, schiebt die Entscheidung noch etwas hinaus, welchen Beruf er einmal erlernen möchte", sagt Baur. Durch die Kombination seien zahlreiche weitere Ausbildungswege in der Wirtschaft oder der Industrie denkbar - aber auch alle anderen Arten von Ausbildungen. Die Absolventen erhalten die allgemeine Hochschulreife, können sich also auch später für Berufszweige entscheiden, die weder etwas mit Technik oder Wirtschaft zu tun haben. „Das Technische Gymnasium ist aber vor allem aufgrund seiner praktischen Schulinhalte sehr beliebt", ist Hubert Gut überzeugt.

Aber auch ein weiterer Grund sorgt für steigende Schülerzahlen: „Wir sind das G9", sagt der Lehrer. Schüler von allgemeinbildenden Gymnasien können nach der Klassenstufe 9 oder 10 an das TG wechseln - und kommen so wieder auf 13 Schuljahre bis zum Abitur. Bis Mitte Juli können sich interessierte Schüler noch anmelden.


Matthias Schopf, Schwäbische Zeitung Überlingen, 04.05.13 nach oben