> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 02. Februar 2012
 

Schulen machen Lust auf Bildung

Ø Informationstag am Beruflichen Schulzentrum
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Drei Einrichtungen stellen sich vor                    

Überlingen – Unter dem Motto „Lust auf Bildung? Lust auf Zukunft?“ veranstalten die drei beruflichen Schulen in Überlingen am Samstag, 4. Februar, von 9 bis 13 Uhr, einen Informationstag. Der Tag soll jungen Menschen und auch deren Eltern Hilfestellung geben für die Planung der schulischen oder beruflichen Zukunft. Die drei Häuser Constantin-Vanotti- Schule (Carl-Benz-Weg 37), Jörg-Zürn- Gewerbeschule (Rauensteinstraße 17) und Justus-von- Liebig-Schule (Carl-Benz-Weg 35) öffnen dann ihre Türen. Neben einer persönlichen und detaillierten Information und Beratung gibt es auch Einblick in Fachräume, Labore und spezifische Einrichtungen.

Mit den Ausbildungsberufen Erzieherin/Erzieher und Altenpflege/Gesundheits- und Krankenpflege in Kooperation mit dem Helios Spital Überlingen bietet die Justus von Liebig Schule Schülerinnen und Schülern mit mittlerem Bildungsabschluss Zukunftsperspektiven. Die Fachhochschulreife kann durch Zusatzunterricht erworben werden. Für die allgemeine Hochschulreife stehen drei verschiedene Profile mit dem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium, dem Biotechnologischen Gymnasium und dem Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium zur Auswahl. Außerdem können junge Erwachsene mit mittlerem Bildungsabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung in einem Jahr Vollzeitunterricht die Fachhochschulreife erwerben. Mit dem Hauptschulabschluss können die Schüler/innen die Fachschulreife (Mittlere Reife) mit den Profilen Gesundheit/Pflege und Hauswirtschaft/Ernährung anstreben oder sich zum Altenpflegehelfer ausbilden lassen. Ausbildungsreife erwirbt sich ein Hauptschüler ohne Ausbildungsvertrag über das Berufseinstiegsjahr oder wenn noch kein Hauptschulabschluss vorliegt über ein VAB. Erwachsenen mit mehrjähriger Erfahrung im Bereich Hauswirtschaft bietet die Justus von Liebig Schule eine berufliche Erst- oder Weiterbildung bis zum Meister an.

Als kaufmännisches Kompetenzzentrum bietet die Constantin-Vanotti-Schule neben diversen Ausbildungsberufen die Schularten Berufsfachschule für Wirtschaft, das Berufskolleg I und II, das Berufskolleg Fremdsprachen und das Wirtschaftsgymnasium an. Ab dem Schuljahr 2012/13 kann am Wirtschaftsgymnasium das Internationale Abitur Baden-Württemberg erworben werden. Wer die Abschlussprüfung in der Berufsfachschule bestanden hat, erhält das Zeugnis der Fachschulreife (Mittlerer Bildungsabschluss). Mit einem erfolgreichen Abschluss in den Berufskollegs erwerben Schüler die Fachhochschulreife und mit der Zusatzprüfung den „Staatlich geprüften Wirtschaftsassistenten“. Eine Profilierung wird in

Schüler des Profils "Umwelttechnik" im Laborunterricht bei der Bestimmung des Säuregehalts einer Flüssigkeit
Bild: Gewerbeschule

den Fächern Übungsfirma und Geschäftsprozesse angeboten. Das Wirtschaftsgymnasium führt zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Die Schülerinnen und Schüler erhalten mit dem Abschluss die Berechtigung zum Studium aller Fächer einer Hochschule. Neben dem Profilfach Wirtschaft können die Schüler Wirtschaftsinformatik beziehungsweise Global Studies als profilergänzende Fächer wählen. Das Internationale Wirtschaftsgymnasium führt zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) und zum Internationalen Abitur Baden-Württemberg mit Zertifikaten zur Bilingualität .

An der Jörg-Zürn-Gewerbeschule wird am Technischen Gymnasium ab dem nächsten Schuljahr das klassische Profil „Technik“ zu „Mechatronik“ weiterentwickelt, das neue Profil „Umwelttechnik“ geht ins zweite Jahr. In diesem zukunftsweisenden neuen Profilfach stehen ausgewählte technische Themen wie der Einsatz erneuerbarer Energien (Solarenergie, Windkraft, Erdwärme), der Umgang mit Brennstoffzellen, die Elektromobilität sowie eine umfangreiche Labortechnik mit Analysen von Wasser- und Luftproben, Luftschadstoffbestimmung und Ökosystemen im Vordergrund. Daneben lernen die Schüler chemische Prozesse der Wasseraufbereitung kennen.

Selbstverständlich steht den Schülern weiterhin eine Vielzahl von Schularten offen, in denen eine Berufsausbildung vermittelt wird oder in denen sie sich weiterbilden und höher qualifizieren können. Eine Besonderheit bietet sich weiterhin für Schüler der Gymnasien, die nach Klasse 10 oder nach Klasse 9 des G8 in die Beruflichen Gymnasien wechseln können.

 
 
Südkurier Überlingen, 02.02.12 nach oben