> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 14. September 2010
 

Typisches für Mann und Frau

Felix Strasser und Anna Hertz vom Stadttheater Konstanz versüßen den Schulbeginn

Überlingen - Die Schauspieler Felix Strasser und Anna Hertz, beide vom Stadttheater Konstanz, haben den Schülern der Jörg-Zürn-Gewerbeschule den Wiedereinstieg nach den Ferien versüßt. Bei der Schülerbegrüßung gaben sie den Schülern mit kleinen Darbietungen einen Vorgeschmack auf die Vorstellungen – und warben gleichzeitig für das Schülerabo am Stadttheater Konstanz. Dabei stellten die beiden Schauspieler unter Beweis, dass Theater, wie Felix Strasser sagt, „gar nicht mehr so verstaubt ist wie früher“.

Thema der Spielzeit am Konstanzer Stadttheater sei nämlich, sagt Strasser: „Ladies and Gentlemen – kämpfen wir noch?“ Das Ensemble versuche während der gesamten Spielzeit herauszufinden, was typisch weiblich und was typisch männlich ist, erklärt Strasser. Ein typisch männlicher Ausdruck ist seiner Ansicht nach „Jou.“ Und damit liegt er gar nicht mal so falsch: Der Schauspieler lässt den männlichen Schülerteil aufstehen und „Jou“ rufen – und es wirkt sehr authentisch, ebenso wie das „Ts!“, zu dem die Damen wenig später aufgefordert werden.

Eine typisch männliche Eigenschaft ist laut Erfahrung einer Schülerin übrigens Grunzen, wie sie auf Strassers Nachfrage hin angibt. Dem stehen die Frauen aber in nichts nach, denn eine typisch weibliche Eigenschaft ist, findet ein Schüler, „Giftmord“. Ein Lehrer hingegen hält 

Die Männer dürfen sitzen bleiben. Die Frauen müssen aufstehen, eine typisch weibliche Handbewegung machen und dazu „Ts!“ sagen.
Bild: Bast

„Fingernägel feilen“ für das Symbol der Weiblichkeit, ein anderer ist der Ansicht, dass Rauchen typisch weiblich ist. Zum Schluss gestehen die Schauspieler dass sie jeweils sehr gerne in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpfen würden, wenn sie nur könnten. Anna Hertz träumt: „Ein Rülps, ein Furz ist auch dabei/das ist uns Männern einerlei.“ Und Felix Strasser malt sich aus, in der Gestalt einer Frau im Negligee einen Mann einzuwickeln und schwärmt davon, was für ein Weib er wäre: „Mit Beinen, Arsch und Vorbau.“

 
 
 

Eva-Maria Bast, Südkurier Überlingen, 14.09.10  

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