> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 02. August 2011
 

Mehr als 30 Jahre dabei

Zwei Lehrer an Jörg-Zürn-Schule verabschiedet -  
Erich Ruh und Cornelia Kopp sagen Adieu

Überlingen Cornelia Kopp Erich Ruh sind als Lehrer an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule verabschiedet worden. In der letzten Gesamtlehrerkonferenz sagten die beiden ihren Kollegen Adieu. Sowohl Kopp als auch Ruh haben mehr als drei Jahrzehnte lang das Gesicht der Schule mit geprägt. Schulleiter Kurt Boch würdigte die Schullaufbahn von Oberstudienrätin Cornelia Kopp, die ihren Schuldienst als Referendarin an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule 1978 begann. Sie blieb über ihr ganzes berufliches Leben an der gleichen Schule und unterrichtete insbesondere die angehenden biologisch-technischen Assistentinnen im Fach Biochemie.

Nur ein halbes Jahr nach ihr, am 1. Februar 1979, trat Erich Ruh seinen Dienst an der Jörg-Zürn-Schule an, nach einem Studium des Bauingenieurwesens spezialisierte er sich auf das Fachgebiet Holztechnik und unterrichtete insbesondere jahrzehntelang die Glaser und Fensterbauer, seit 1993 als Oberstudienrat.

Der Vorsitzende des Personalrats der Jörg-Zürn-Gewerbeschule, Paul Baur, charakterisierte in seiner Abschiedsrede die beidem aus dem aktiven Schuldienst scheidenden Lehrkräfte. Cornelia Kopp beschrieb er als leistungsbetonte, engagierte, erfolgreiche und optimal organisierte Lehrerin, die wesentlich am Aufbau des Berufskollegs für biologisch-technische Assistentinnen mitwirkte. 21 Jahre lang habe sie als engagiertes Mitglied des Personalrats der Schule die Interessen der Kollegen vertreten, zeitweise als dessen Vorsitzende. Neben ihrer Berufstätigkeit war sie Jahrzehnte lang ehrenamtlich bei „amnesty international“ tätig.

Erich Ruh kümmerte sich seit 1979 um die Auszubildenden des Glaser- und

Erich Ruh und Cornelia Kopp wurden aus dem Schuldienst verabschiedet.

Fensterbauerhandwerks, die im Blockunterricht jeweils einige Wochen in Überlingen unterrichtet werden und in der Regel auch hier wohnen. Dabei hatte er nicht nur den fachlichen Unterricht zu erteilen, sondern oft auch die Freizeit dieser tatkräftigen jungen Männer zu beaufsichtigen. Erich Ruh organisierte seit den 1980er Jahren eine Volleyball-AG, viele Sportfeste und baute seit 1985 eine deutsch-französische Partnerschaft mit einer Berufsschule in Orleans auf. Auch Erich Ruh war und ist in Überlingen ehrenamtlich engagiert. Als besondere Qualität des Lehrers „Egi“ Ruh, wie er von allen liebevoll genannt wird, hob Paul Baur dessen gute und versöhnliche Vermittlung zwischen den Theoretikern und den Praktikern in der Schule hervor.

Sowohl Cornelia Kopp als auch Erich Ruh sind noch nicht unmittelbar Pensionäre, sondern sie haben sich vor dem Eintritt in den Ruhestand durch jahrelangen Verzicht auf einen Teil ihres Einkommens so genannte Sabbatjahre angespart. Beiden überreichten Schulleiter Kurt Boch und Personalratsvorsitzender Baur einen Oberrheinischen Museumspass, mit dem sie während ihres Sabbatjahrs 190 Museen besuchen können, denn beide reisen gerne und sind kulturell interessiert.

 
 
Südkurier Überlingen, 02.08.11 nach oben