> Pressespiegel >Bericht: SÜDKURIER, 05. April 2011
 

Man sollte gute Nerven mitbringen

Die Maskenbildnerin Marion Bleutge im Interview

Frau Bleutge, wie wird man Maskenbildnerin?

Da unser Beruf viel mit Haararbeit zu tun hat, baut die dreijährige Ausbildung im Idealfall auf einer Friseurlehre auf.

Was macht den Beruf interessant?

Seine Vielseitigkeit. Es geht um alles Mögliche rund um den Kopf. Außerdem ist es schön, dass man das Ergebnis sehen kann.

Und wie schätzen Sie die Berufschancen eines Maskenbildners heutzutage ein?

Das hängt von den Vorstellungen des Maskenbildners ab. Wer eine feste Anstellung sucht, muss viel umziehen. Die Anzahl an Stellen ist begrenzt, die Tendenz zum Stellenabbau steigend. Alternativ kann man freiberuflich arbeiten, da gibt es viele Möglichkeiten.

Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die sich für den Beruf interessieren, mit auf den Weg?

Dass sie auf jeden Fall ein Praktikum machen sollten. Mindestens eine Woche lang. Nur so können sie sich ein Bild von dem Beruf und 

Marion Bleutge ist Maskenbildnerin an der Staatsoper Stuttgart. Sie betreut dort Auszubildende und hält vor Friseurlehrlingen in Überlingen einen Vortrag.
Bild: Bast

seinen Anforderungen verschaffen. Man sollte zudem gute Nerven mitbringen. Gerade kurz vor der Aufführung kann es sehr stressig werden. Dann muss man selbst Ruhe bewahren und die Launen der nervösen Sänger aushalten können.

Fragen: Anna Rinderspacher

 
 

Anna Rinderspacher, Südkurier Überlingen, 05.04.11