> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 20. Mai 2008
 

Hauptschüler bekommen Einblick in Berufsalltag

Schüler des Bildungszentrums Salem absolvieren ein einwöchiges Sozial- und Betriebspraktikums in der Jörg-Zürn-Gewerbeschule Überlingen

Salem - Erste tiefere Eindrücke von den Arbeitsabläufen in einem Gewerbebetrieb und der Einblick in das, was sie in der Berufsschule erwartet, haben die Siebtklässler der Hauptschule am Bildungszentrum Salem im Rahmen eines einwöchigen Sozial- und Betriebspraktikums erleben können. Im Wechsel haben die Schüler einer Klasse auf dem Lehenhof im Deggenhausertal gemeinsam mit den Behinderten in den Werkstätten gearbeitet, während die andere Gruppe verschiedene Betriebe in der Region und eine Berufsschule besucht hat.

Im Blick auf den bevorstehenden Facharbeitermangel gewinnt die Zielsetzung der "Salemer Unterrichtskonzeption", die Berufswahl und Ausbildungsreife der Schüler sehr frühzeitig und umfassend durch lebensnahe Lernsituationen zu fördern, immer mehr an Bedeutung. Nach dem Sozialkompetenztraining in der Klassenstufe fünf und einem sechstägigen Landwirtschafts-Waldpraktikum in der sechsten Klasse lernen die Schüler nun den Berufsalltag in verschiedenen Gewerbebetrieben vor Ort kennen. Das Netzwerk, das sich die Hauptschule mit Werkrealschule am Bildungszentrum Salem im Rahmen ihrer Berufswegeplanung zwischenzeitlich aufgebaut hat, bietet den Schülern in der Tat viele Möglichkeiten. So konnten Besuche in größeren metall-verarbeitenden Betrieben und High-Tech-Firmen in der Nähe ebenso ermöglicht werden wie der Blick in die Arbeitswelt verschiedener Handwerksbetriebe (Glasbläserei, Schreinerei und Kunstschlosserei), die sich auf dem Gelände des Schlosses Salem angesiedelt haben.

Von den einzelnen Firmen sehr gut und mit viel Engagement organisiert, wurde den Schülern durch

Die Schüler der Klasse 7a beim Besuch der Jörg-Zürn-Berufsschule in Überlingen in der Ausbildungswerkstatt für Metallberufe.
Bild: Bast

den Praxisbezug eine Erfahrung besonderer Art ermöglicht. Das Interesse der Jugendlichen war spürbar und zeigte sich in den vielen Fragen, die vor Ort an die Mitarbeiter gerichtet wurden. Abgerundet wurden diese Eindrücke jeweils durch einen Besuch in den Berufschulen in Überlingen und Friedrichshafen. Sowohl in der Jörg-Zürn- Gewerbeschule in Überlingen als auch in der Hugo-Eckener Schule in Friedrichshafen konnten die Schüler in die einzelnen Ausbildungswerkstätten hineinschnuppern und erleben, welche Anforderungen beispielsweise im Bereich der KfZ-Mechatroniker, der Schreiner oder auch der Frisöre auf sie warten. Nachhaltig waren diese Eindrücke auch dadurch, dass man in den Einrichtungen auch ehemalige Schüler der Hauptschule Salem wieder getroffen hat. Viele der Siebtklässler sehen nun dem wöchentlichen Praxistag, der Sie in der achten Klasse erwartet, mit Spannung entgegen.

 
 
 

Südkurier Salem, Uhldingen-Mühlhofen, Sipplingen, Hagnau, Frickingen, 20.05.08

nach oben