> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 11. Oktober 2003
 

Schüler-Wohnheim auf dem Weg

59 Apartments beenden Raumnot - Bauantrag genehmigt - Mehr Parkplätze geplant

Überlingen - Grünes Licht gab der Bauausschuss des Gemeinderates für das Schülerwohnheim, das am Rande des Schulzentrums an der Obertorstraße entstehen soll. Einstimmig votierte das Gremium für das neue Konzept, das insgesamt nur noch 59 Apartments, dafür aber mehr Parkplätze vorsieht.

Licht am Horizont gibt es damit für die Jörg-Zürn- Gewerbeschule, die schon seit Jahren Mühe hat, den Raumbedarf für die wachsende Zahl von Schülern zu decken, die nicht aus der unmittelbaren Umgebung kommen. Der Anstoß zur Planung eines Schülerwohnheims war daher auch vom Förderverein der Schule gekommen, die vor allem für das Berufskolleg für Biologisch- Technische Assistenten (BTA) und Auszubildende im Glaser- und Fensterbauer-Handwerk dringend Unterkünfte benötigt. Die Kollegiaten kommen aus der ganzen Republik, die angehenden Glaser zu ihrem Blockunterricht aus einem großen Teil des Ländles und sind die ganze Woche in Überlingen.

Die ersten Anläufe waren im Frühjahr auf ein Veto des Ausschusses gestoßen. Einem neuen, abgespeckten Konzept hatte das Gremium schon im Mai seine Zustimmung in Aussicht gestellt. Jetzt wurde auch der entsprechende Bauantrag des Überlinger Architekten Peter Burkhardt einstimmig befürwortet, der nicht nur für die Planung verantwortlich zeichnet, sondern auch private Investoren für die Realisierung des Projektes gefunden hat.

Dazu sollen an der Obertorstraße alte städtische Gebäude abgebrochen werden und ein dreigeschossiger Baukörper mit vergleichbarem Volumen entstehen. Der senkrecht zu Straße orientierte, rund 42 Meter lange Bau erhält ein

begrüntes Flachdach. Gegenüber den ursprünglichen Konzepten, die Galerielösungen für die Zimmer vorsah, weist die Neuplanung eine um insgesamt 2,50 Meter verringerte Höhe auf.

"Unsere Absicht ist es, dass das Wohnheim bis zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung steht", sagt Planer Peter Burkhardt. Allerdings müssen zuvor die städtischen Gebäude abgerissen werden, die derzeit zum Teil noch bewohnt sind.

Auf den drei Etagen entstehen 59 kleine Apartments, die auf einer Fläche von rund 20 Quadratmetern allesamt Nasszellen und Küchenecken enthalten. Einige etwas größere Zimmer sind auch für Rollstuhlfahrer ausgelegt. Der gesamte Bau ist barrierefrei und damit behindertengerecht konzipiert und wird einen Aufzug erhalten. Vorgesehen sind auch gemeinsame Räume für Waschmaschinen und Wäschetrockner sowie Fahrradabstellmöglichkeiten. Ein kleines Büro wird für Hausmeister bzw. Hausverwalter zur Verfügung stehen.

Erweitert wurde der Parkplatz, um den vorgebrachten Bedenken wegen der befürchteten Autoflut Rechnung zu tragen. Insgesamt stehen nach der Planung 42 Stellplätze zur Verfügung, ein Mehrfaches dessen, was baurechtlich für das Wohnheim erforderlich wäre. Was der Ausschuss noch forderte, war ein qualifizierter Grünordnungsplan für das Grundstück. Der ökologische Charakter des Gebäudes soll sich nicht nur in Bauweise und begrüntem Dach spiegeln, sondern auch durch die Installation einer Pellet-Heizung unterstrichen werden, die den Einsatz regenerativer Energiequellen ermöglicht.

 
 
 

HANSPETER WALTER, Südkurier Überligen, 11.10.03

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