> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 29. November 2003
 

Die Jüngsten legen sich auf die Matte

Meisterschaft im Judosport - Erstmals auch ein Einsteigerturnier - Jörg-Zürn-Gewerbeschule siegt bei den Mannschaften

Überlingen (keu) Baden-württembergische Premiere bei den Kreismeisterschaften im Judosport in Überlingen: Zum ersten Mal wurde bei dem Wettbewerb auch ein Einsteigerturnier für Anfänger und Anfängerinnen mit Weißgurt angeboten. Dadurch kämpften über 50 Prozent mehr Teilnehmer und Teilnehmerinnen als im vergangenen Jahr auf den Matten, worüber sich die Organisatoren, Kreisbeauftragter Rolf Briddigkeit und und der Vorsitzende des Judosportvereins Überlingen, Markus Bollin, freuten. Zweite Neuerung war, dass die Minis (Jahrgang 1993 und jünger) über die volle Kampfzeit von zwei Minuten gingen. Das hat den Vorteil, dass die Kleinen mehr Kampferfahrung ins Training mit einbringen. Unter dem Motto "Jugend trainiert für Olympia" hatten sich 90 Mädchen und Jungen angemeldet.

Die Atmosphäre ist voll Begeisterung und Erwartung. Während die letzten Kämpfe ausgetragen und die Ergebnisse ausgezählt werden, hüpfen die Kleinen im Hintergrund, springen Seil mit ihren Gürteln oder spielen Ball. Andere lehnen lässig an der Wand, eine Schar Jugendlicher drängt sich um den Computer mit der Besten-Liste und die Eltern unterhalten sich miteinander am Rand der rot umgrenzten Matten.

Gespannt warten sie auf die Platzierungen, besonders die Kleinsten. Mal ernst, mal mit einem breiten Lachen, springen sie auf und nehmen die Urkunden entgegen. Freudestrahlend und schon von weitem mit ausgestreckter Hand läuft ein Pimpf auf Bollin und Briddigkeit zu, die jedem persönlich gratulieren. Stolz lesen die jungen Sportler ihre Dokumente und klatschen und trommeln den anderen enthusiastisch Beifall.

Die Wettbewerbe, aufgeteilt in fünf Altersgruppen der Jahrgänge 1993 bis 1986 und älter, werden als Einzelmeisterschaften ausgetragen und sind auch dafür gedacht, Wettkampf-Erfahrungen zu sammeln. Äußerst kompetent sind auch die vier offiziell geprüften Kampfrichter, einer davon mit

Donnernden Applaus gab es von den Zuschauern und Sportkameraden für alle, die sich an der Kreismeisterschaft im Judosport in Überlingen beteiligt hatten und ihre Urkunden abholten.
Bild: Keutner

B-Lizenz, der zweithöchsten auf Bundesebene. Dass sie in Überlingen richten, ist Rolf Briddigkeits persönlichen Kontakten zu verdanken.

Zusätzlich zum Einzelwettbewerb fand eine Mannschaftswertung statt. Die Schule, die die meisten ersten, zweiten und dritten Plätze belegte, wird als Schulmeister ausgeschrieben. Hier hatte die Jörg-Zürn-Gewerbeschule die Nase vorn, gefolgt vom Gymnasium Überlingen. "Wir sind sehr daran interessiert, den einen oder anderen bei uns im Verein zum Training zu sehen. Da sind wirklich gute Athleten dabei", sagte Markus Bollin abschließend. Er freute sich über die gelungene Veranstaltung und dankte allen Helfern und den Eltern für ihr Interesse. Die ausgezeichnete Kooperation mit der Gewerbeschule betonte Lehrer Rolf Briddigkeit.

Die nächste Wettbewerbsstufe ist das Oberschulamtsfinale. Wer dort den ersten Rang belegt, darf sich beim Landesfinale messen und die dortigen Bestplatzierten dürfen in der Wettkampfgruppe 3 (Jahrgang 89/90) zum Bundesfinale. Beste Chancen für die Teilnahme am Landesfinale haben die Judosportler der Überlinger Gewerbeschule.

 
 
 

Südkurier Überligen, 29.11.03

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