> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 03. Februar 2004
 

Hilfe durch Angebotswirrwarr

Berufliche Schulen informieren am 7. Februar über ihre Ausbildungsgänge

Überlingen (hpw) Erstmals bieten die drei beruflichen Schulen in Überlingen an einem Samstagvormittag lang Eltern und Schülern ausgiebig Gelegenheit, sich über die weiterführenden Ausbildungsgänge zu informieren. Jörg-Zürn-Gewerbeschule, Constantin-Vanotti-Schule und Justus-von- Liebig-Schule stellen am 6. Februar zeitgleich zwischen 9.30 und 13 Uhr ihre vielfältigen Angebote vor.

Der Vormittag soll ganz praktische Hilfe sein, durch den an den drei Schulen für uneingeweihte heftigen Wirrwarr an Möglichkeiten. Die Voraussetzungen für die einzelnen Schulzweige werden ebenso thematisiert wie die möglichen Abschlussqualifikationen. "Um gezieltere Informationen geben zu können und eine bessere Beratung zu ermöglichen", hatte sich Susanne Abt, Leiterin der Justus-von-Liebig- Schule, schon im Vorjahr von gemeinsamen "Mammutveranstaltungen" gelöst.

Zeit genug ist da, denn die Vorstellung der einzelnen Schularten wiederholen sich. Deshalb hatte sich die Jörg-Zürn-Gewerbeschule entschlossen, den "Infotag" auf einen Samstag zu legen und die beiden anderen Schulen schlossen sich an. "Zu diesem Zeitpunkt liegen auch die Halbjahrszeugnisse vor", sagt Schulleiter Kurt Boch, "und die sind zumindest Grundlage für eine Bewerbung".

Gleich die Möglichkeit zur Anmeldung bietet daher die Constantin-Vanotti-Schule, wie deren Schulleiter Gerhard Krimmer betont: "Wir hoffen, dass viele kommen." Dass die ganze Familie zum Infotag kommt, wünscht sich Gerhard Löffler von der Jörg-Zürn-Gewerbeschule: "Uns sind die Eltern fast noch wichtiger als die Schüler." Schließlich sollen die Informationen eine fundierte Entscheidungshilfe für die richtige Schulwahl ihrer Sprösslinge bieten.

Handwerklich-technisch
In der Jörg Zürn-Gewerbeschule informieren die zuständigen Pädagogen über die Möglichkeiten zur Berufsfindung im Berufsvorbereitungsjahr für all jene, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben oder unentschlossen sind. Die einjährige Berufsfachschule deckt inzwischen bei vielen Innungen den überwiegenden Teil des ersten Lehrjahres ab. Die einjährige Berufsaufbauschule bietet hier auch die Chance, nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder Lehre die Mittlere Reife zu erwerben. Hauptschüler haben dazu die Möglichkeit in der zweijährigen Berufsfachschule. Voraussetzung ist die Mittlere Reife für das einjährige Berufskolleg Technik und Medien, an das sich ein zweites Jahr in Tettnang anschließen kann.

Lehre und Mittlere Reife mitbringen muss, wer im einjährigen Berufskolleg die 

Technik, Altenpflege oder Wirtschaft? Was ist das Richtige? Die Beruflichen Schulen helfen am kommenden Samstag weiter.

Fachhochschulreife erwerben will. Wer die Realschule mit guten Noten abgeschlossen hat, kann auf dem Technischen Gymnasium das Abitur erwerben. Schließlich bietet das zweijährige Berufskolleg für biologisch- technische Assistenten Berufsausbildungen mit den Fachrichtungen Biologie und Biotechnologie oder Bioinformatik und Molekularbiologie.

Hauswirtschaft und Pflege
In der Justus-von-Liebig-Schule führt das ernährungswissenschaftliche Gymnasium mit den Profilfächern Chemie und Ernährungslehre zum Abitur in dieser besonderen Fachrichtung. An der zweijährigen Berufsfachschule kann mit den Schwerpunkten Pflege oder Hauswirtschaft die Mittlere Reife erworben werden. Mit diesem Abschluss und einer Berufsausbildung ist am einjährigen Berufskolleg die Fachhochschulreife erreichbar, die ein Studium an einer FH ermöglicht.

Darüber hinaus informiert die Justus-von-Liebig-Schule auch über die dort angebotenen dreijährigen Ausbildungsgänge zum Altenpfleger, zur Altenpflegerin oder zum Erzieher, zur Erzieherin.

Wirtschaftswissen
Die Constantin-Vanotti-Schule bietet mit der zweijährigen Wirtschaftschule eine Chance für Hauptschüler, die Mittlere Reife nachzuholen. Mit abgeschlossener Lehre führt das Berufskolleg zur Fachhochschulreife. Hier stehen ebenso 100 Plätze zur Verfügung wie im Wirtschaftsgymnasium, an dem kaufmännisch orientierte Absolventen der Realschule, also nach der mittleren Reife, das Abitur und damit die allgemeine Hochschulreife erwerben können.

Die Constantin-Vanotti-Schule nutzt den Infotag auch, um ihre aktuellen Kunstprojekte und die Übungsfirma vorzustellen. Von 9.15 Uhr bis 12.15 Uhr ist an diesem Tag auch ein "Französisches Café" geöffnet.

 

 
 
 

Hanspeter Walter, Südkurier Überligen, 03.02.04

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