> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 22. Dezember  2003
 

"Ein Fundament geschaffen"

Facharbeiterprüfung an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule: 28 Berufsschüler verabschiedet

Überlingen - 15 Industriemechaniker, zwölf Kfz-Mechaniker und ein Frisör haben ihre Berufsschulabschlussprüfung an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule bestanden. Sechs von ihnen erhielten Preise und Belobigungen. Bürgermeister Ulrich Lutz und Schulleiter Kurt Boch würdigten die Leistungen der Lehrlinge in einer Feierstunde, die im Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf stattfand.

Mit der Berufsabschlussprüfung haben die Lehrlinge die erste Hürde auf dem Weg vom Lehrling zum Gesellen beziehungsweise zum Facharbeiter genommen, sagte Boch bei der traditionellen Veranstaltung, die von einer zehnköpfigen Schülerkapelle musikalisch begleitet wurde und gleichzeitig offizielle Weihnachtsfeier der Gewerbeschule war. "Nun folgt noch die fachpraktische Prüfung", sagte der Rektor. Dann hätten die jungen Menschen einen wichtigen Punkt in ihrem beruflichen Leben erreicht.

"Sie haben dann etwas, was Ihnen niemand nehmen kann: Das Recht, eine Berufsbezeichnung zu führen", verdeutlichte Boch an die Schüler gewandt. Diese hätten einen Beruf ergriffen, der handwerkliches Können paare mit nicht zu unterschätzendem erforderlichen theoretischen Wissen. Mit ihm hätten die jungen Menschen ein Fundament geschaffen, das in der heutigen konjunkturellen Lage die Basis für weitere Taten darstelle. Boch: "Bleiben Sie an diesem Ziel nicht stehen, sondern bauen Sie an Ihrer beruflichen Zukunft weiter."

Die notwendigen Kenntnisse für diesen Beruf wurden den Absolventen und Absolventinnen an der Berufsschule vermittelt, die erforderlichen Fertigkeiten im Betrieb - so wie es die duale Ausbildung vorsieht. "Dieses System dient jedoch nicht nur der beruflichen Qualifizierung, sondern auch der Persönlichkeitsbildung - in sozialer Verantwortung im und durch den Beruf", betonte der Schulleiter.

Das erworbene Basiswissen werden die Schüler nach Darstellung Bochs bald benötigen, um selbstverantwortlich zu arbeiten, insbesondere auch um eine weitere Spezialisierung oder gar Weiterbildung zu durchlaufen. "Auf Ihrem weiteren beruflichen Werdegang wünsche ich Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg", sagte Boch,

Belobigungen und Preise erhielten von Schulleiter Kurt Boch (vorne, Mitte) die Berufsschüler Matthias Bussmann, Franz Steidle, Markus Moser, Oliver Höhn und Florian Rössler. Es fehlt Gerhard Rees. Hinten Heinz Bauer, Organisator der Berufsschulabschlussprüfung, links Fachlehrer Gerhard Löffler. Bild: Kleinstück

bevor er den Schülerinnen und Schülern die Abschlusszeugnisse überreichte. Preise erhielten Matthias Bussmann (Kraftfahrzeugmech- aniker, Firma Riess, Überlingen), Florian Rössler (Industriemechaniker, Firma Rohwedder) und Gerhard Rees (Industriemechaniker, Bodenseewerk Gerätetechnik GmbH). Belobungen gab es für Oliver Höhn (Industriemechaniker, Firma Wällischmiller), Markus Moser (Kraftfahrzeugmechaniker, Firma Baur, Salem) und Franz Steidle (Kraftfahrzeugmechaniker, Firma Graf Hardenberg).

Auch Bürgermeister Ulrich Lutz hatte zuvor das Duale System gelobt. "Darum beneiden uns viele in der ganzen Welt", sagte er. Infolge dieser Ausbildung erhielten die Auszubildenden eine hohe Qualifizierung, die Wirtschaft erhalte hervorragend ausgebildete Kräfte. Lutz freute sich, dass die heimische Wirtschaft ihrem Ausbildungsauftrag nachkomme. Das sei an den vielen mit der Gewerbeschule zusammenarbeitenden Betrieben erkenntlich, in denen die jungen Menschen ausgebildet worden seien. Die Berufsschüler forderte Lutz auf, am Ball und nicht stehen zu bleiben. "Denn Stehen bleiben bedeutet heutzutage Rückschritt. Nutzen Sie weitere Qualifizierungsmöglichkeiten, das ist dann Ihr Kapital für Ihr weiteres Leben", sagte er. Und: "Lassen Sie sich nicht irritieren und sehen Sie mit Ihrer guten Ausbildung positiv in die Zukunft."

 
 
 

Holger Kleinstück, Südkurier Überligen, 22.12.03

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