> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 30. Mai 2017

Schüler festigen Freundschaft

Deutsche und französische Schüler arbeiten auf dem Hartmannsweilerkopf im Elsaß

hartmannsweilerkopf30.05.17
Überlingen - Unter dem Titel „erinnern, gedenken, lernen – deutsch-französische Jugendbegegnung am Hartmannsweilerkopf“ arbeiteten vom 2. bis 6. Mai 2017 20 französische und deutsche Schüler der Jörg-Zürn Gewerbeschule und des Lycée des métiers du bâtiment Cernay auf dem ehemaligen Schlachtfeld des Hartmannsweilerkopfes.
Etwa 25.000 deutsche und französische Soldaten fanden vor allem im Jahre 1915 auf dem Hartmannsweilerkopf in den Vogesen den Tod. Ein hart umkämpfter, strategisch wichtiger Ort, dessen Bedeutung erst Ende Dezember 1914 erkannt wurde, da er mit einer Höhe von beinahe 1000 Metern einen weiten Blick in den Schwarzwald, die Vogesen, die Schweiz und die am Fuße des Berges liegende Rheinebene ermöglicht. Die Deutschen bauten ein beeindruckendes System von Schützengräben, Laufgräben und Bunkern mit bis zu zwei Meter dicken Betonschichten.
Ziel der Jugendbegegnung war es, auf dem Hartmannsweilerkopf etwas zu leisten, das die gefestigte deutsch-französische Freundschaft zeigt und Jugendliche aus dem technischen Bereich in ihrer Entwicklung fördert. Zu den Arbeiten auf dem Hartmannsweilerkopf zählten das Verbreitern von Wegen und Laufgräben, das Bauen von Treppen sowie Zementarbeiten. Bei den dortigen Maßnahmen ging es primär darum, die Authentizität des historischen Ortes zu erhalten und dessen Begehbarkeit auch in Zukunft zu gewährleisten. Während des 5-tägigen Aufenthalts beschäftigten sich die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern und dem Bildungsreferenten des Landesverbandes mit Themen deutsch-französischer Erinnerungskultur und besichtigten die deutsche Kriegsgräberstätte in Cernay.
Am letzten Tag legte die Schülergruppe einen Kranz nieder und gedachte gemeinsam mit dem Comité du Monument du HWK den unzähligen Soldaten, die am Hartmannsweilerkopf ihren Tod fanden.

Lisa-Madeleine Schreiber, JZGS. Gekürzte Fassung im Südkurier Überlingen, 30.05.2017