> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 08. März 2017

 Was man aus Holz so alles machen kann

Schreinerschüler des dritten Lehrjahrs an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule präsentieren Projektmöbel

Überlingen – Schreibtische, Nähkästchen, Hängeregale, Highboards und vieles mehr zeigen die Tischlerauszubildenden unter den fachkundigen Blicken ihrer Lehrer und Mitschüler. Die Möbelstücke wirken so ansprechend, dass man sofort Lust bekommt, sich neu einzurichten. Die Projektmöbelpräsentation stellt für die Schüler eine große Herausforderung dar, dienen die Möbel doch als theoretische und praktische Vorbereitung auf das Gesellenstück, teilt die Jörg-Zürn-Gewerbeschule mit.

Bei der Gesellenprüfung werden die gleichen Anforderungen gestellt wie bei der Projektmöbelerstellung, die an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule seit vielen Jahren zur Tradition gehört. Die Vorgaben: Ein kleines Schränkchen mit Schublade und Tür muss gebaut und in ein von den Schülern entworfenes Möbelstück eingearbeitet werden. Jeder Schüler präsentierte sein Möbelstück und gab den Zuhörern einen Einblick in seinen individuellen Arbeitsprozess. Dabei erzählten die Schüler von schönen als auch kritischen Momenten während des Arbeitsprozesses.

Nach den Präsentationen beantworteten die Vortragenden viele Fragen ihrer Mitschüler. Besonders informativ waren die Antworten auf die Fragen, warum sie denn gerade den Beruf des Schreiners ergriffen haben. „Holz ist so vielseitig einsetzbar, man kann sich fast alles selbst bauen“‚ erklärte Sara Geßner. Eine Schülerin antwortete, sie wolle später ihr eigenes Café individuell gestalten, zuvor möchte sie aber ihren 24 Jahre alten Bus ausbauen und anschließend damit auf Reisen gehen.

Die Schreinerschüler hatten viele verschiedene Ideen. Markus Sessinghaus hat das

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 Ein Sideboard für Wein
 Bild: Jörg-Zürn-Gewerbeschule

   
Schränkchen in einen Schreibtisch integriert. Blickfang des Möbelstücks ist die Motorrad-Fräsung auf der Oberfläche des Schreibtischs, die mit der CNC-Fräse erstellt wurde. „Diese Fräsung wurde ausgespachtelt, abgeschliffen und lackiert“, erläuterte Markus Sessinghaus. Manuel Faff konstruierte ein Sideboard für Wein.

Eine Schülerin hat ein Minibar-Hängemöbel mit einer verspiegelten Rückwand und einem Glasflachboden entworfen und konstruiert. „Die zwei Klappen, die ich vorne angebracht habe sind aus furniertem Plattenmaterial“, erwidert die Schülerin auf die Frage nach dem verwendeten Material.

Mario Alber zieht ein Résumé der Veranstaltung und ist überzeugt davon, dass die Projektmöbelpräsentation sinnvoll ist, da man „viel für das Gesellenstück lernt und einen besseren Eindruck bekommt, wie viel Arbeit es macht“.


Südkurier Überlingen, 08.03.17 (Lisa Schreiber) nach oben