> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 29. Dezember 2016

 Gesellenbriefe in greifbarer Nähe

Abschlussfeier der Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Überlingen - Die praktische Prüfung steht nächstes Jahr noch an

Die Industriemechaniker und Feinwerkmechaniker der Jörg-Zürn-Gewerbeschule gemeinsam mit Schulleiter Stefan Wunder (rechts) und Klassenlehrer Hans-Peter Butsch (hinten, Sechster von rechts).
Bilder: Holger Kleinstück

Überlingen – 36 Schüler haben nach dreieinhalbjähriger Ausbildung ihre theoretische Berufsschulabschlussprüfung an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule bestanden. Einige der Winterprüflinge erhielten aufgrund guter Leistungen Preise und Belobigungen. Schulleiter Stefan Wunder verabschiedete die Auszubildenden im Kursaal während der Weihnachtsfeier der Schule, die von der Schulband unter Leitung von Rafael Foitzik und Thomas Busch musikalisch umrahmt wurde.

Mit ihrer bestandenen Prüfung haben die Lehrlinge den theoretischen Teil ihrer Gesellenprüfung absolviert. Im kommenden Jahr folgt noch die fachpraktische Prüfung. Dann sind sie Facharbeiter oder Geselle. „Der Gesellenbrief ist in greifbare Nähe gerückt“, sagte Wunder.

Mit dem Absolvieren der theoretischen Prüfung hätten sich die Schüler ein Wissen angeeignet, das unerlässlich für das weitere berufliche Leben sei. Wunder zeigte sich überzeugt, dass der Nachwuchs die Gewissheit habe, mit seiner Ausbildung die richtige Wahl getroffen zu haben, „denn das Handwerk braucht junge und gut ausgebildete Fachkräfte“. Der Schulleiter sagte weiter, dass jeder der Absolventen den Schlüssel zum Erfolg im späteren Leben selber in der Hand habe. Er gab zu bedenken, dabei nicht dem Glück anderer Personen nachzustreben.

Wunder: „Jeder ist unvergleichlich und muss für sich selber den richtigen Weg finden.“ Die Zeugnisse seien ein erster Schritt in diese Richtung. Der Schulleiter brach schließlich eine Lanze für die beruflichen Schulen. „Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden.“ Sie garantierten eine breite Möglichkeit der Ausbildung, bei der die unterschiedlichen Fähigkeiten eines jeden gefördert würden. Jeder könne dabei seine Hilfe anderen anbieten.

Holztechnik-Fachbereichsleiter Hubert Gobs informierte mit Iris Hestermann und Fabian Scholz über die Internationale Jugendbegegnung der Gewerbeschule im Juli dieses Jahres, mit der die Schule ihrem Auftrag als Unesco-Projektschule gerecht wurde. 18 Schüler pflegten während „zwei eindrucksvollen Wochen“, so Gobs, Soldatenfriedhöfe in der slowakischen Republik. Mit dabei waren Schüler des Technischen Gymnasiums und der Berufsfachschule Holz. Das Team war in der historischen Altstadt von Bardejov in der Ostslowakei in der Nähe von Polen untergebracht. Im Mittelpunkt des

Die Kraftfahrzeugmechatroniker (von links) mit Schulleiter Stefan Wunder (links) und Klassenlehrer Michael Buding (rechts): Manuel Ermler, Philipp Haumesser, Calvin Heimberger, Dominik Jaekel, Maximilian Nöh, Merlin Schuster, Joshua Seischab, Lucas Sernatinger, Rohit Sharma und Lukas Wolf.
Für Begeisterung sorgte die Schulband mit (von links) Katharina Engel, Rafael Foitzik, Philip Droullier, Sophia Oberhauser, Sarah Vrba, Thomas Busch und Thomas Heschele.

    
Aufenthalts standen Arbeiten auf den deutschen Soldatenfriedhöfen in Zborov und Vysny Mirosov. „Es war ein wertvolle Erfahrung für uns“, sagte Hestermann und forderte ihre Mitschüler dazu auf, im kommenden Jahr an solch einer Jugendbegegnung teilzunehmen.

Höhepunkt der Veranstaltung war die abschließende feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse an die 36 Auszubildenden aus dem gewerblich-technischen Bereich. 23 Industriemechaniker, drei Feinwerkmechaniker

 und zehn Kraftfahrzeugmechaniker wurden nach erfolgreicher Theorie-Ausbildung von Stefan Wunder verabschiedet. Fünf Schüler erhielten aufgrund hervorragender Leistungen Belobigungen, Janik Wehler aus Friedrichshafen als Jahrgangsbester mit einem Notendurchschnitt von 1,5 erhielt als einziger einen Preis.


Die Absolventen
 
Industriemechaniker (Klassenlehrer Hans-Peter Butsch):
Dogus Ak (Uhldingen-Mühlhofen), Kazim Alakus (Friedrichshafen), Jakob Baader (Heiligenberg), Marc Battles (Immenstaad), Tobias Baum (Uhldingen-Mühlhofen), Jonas Brutsch (Markdorf), Lukas Daniker (Salem), Varujan Demirici (Weingarten), Luis Ehrle (Owingen), Kristijan Fajdetic (Friedrichshafen), Marcel Gerber (Markdorf), Fabian Hillebrand (Salem), Florian Jegler (Markdorf), Haiko Kurz (Pfullendorf), Julian Nipp (Uhldingen-Mühlhofen), Christy Pieries (Daisendorf), Jan Pudimat (Herdwangen-Schönach), Inge Reutebuch (Herdwangen), Benjamin Schiller (Deggenhausertal), Daniel Sonntag (Frickingen), Jannik Wehler (Friedrichshafen) und Marc Wildi (Uhldingen-Mühlhofen).

Feinwerkmechaniker (Klassenlehrer Hans-Peter Butsch):
Heiko Gendle (Salem), Jonas Kuthada (Überlingen) und Marcel Senger (Uhldingen-Mühlhofen)

Kraftfahrzeugmechatroniker (Klassenlehrer Michael Buding):
Manuel Ermler (Frickingen), Philipp Haumesser (Überlingen), Calvin Heimberger (Uhldingen-Mühlhofen), Dominik Jaekel (Bermatingen), Maximilian Nöh (Salem), Merlin Schuster (Owingen), Joshua Seischab (Salem), Lucas Sernatinger (Uhldingen-Mühlhofen), Rohit Sharma (Bermatingen) und Lukas Wolf (Uhldingen-Mühlhofen).

Preise für Schüler mit einem Notendurchschnitt besser als 1,7 oder für besondere Leistung: Jannik Wehler
Belobigungen für Schüler mit einem Notendurchschnitt bis 2,4: Kazim Alakus, Jakob Baader, Varujan Demirici, Julian Nipp und Marcel Senger.


Holger Kleinstück, Südkurier Überlingen, 29.12.16  nach oben