Die Jörg-Zürn-Gewerbeschule ist seit 1988 eine UNESCO-Projektschule

Schuljahr 2016/17:  

  •   Schüler protestieren gegen Folter und Zwangsprostitution: Guantanamo Bay auf der Münsterstraße zum Tag der Menschenrechte am Sa. , den 10.12.2016

    Mit einer provokanten Aktion haben Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule Überlingen in der Adventszeit demonstriert. Sie wollten auf Folter und Prostitution aufmerksam machen. Dafür trugen zwei Schüler orangefarbene Overalls mit schwarzen Kapuzen und Ketten an den Händen. Das ist die Häftlingskleidung der berüchtigten Guantanamo Bay, eines Gefangenenlagers der USA. Zwei Schülerinnen verkleideten sich als Prostituierte, wobei eine Gesichtshälfte unbeschminkt blieb, bzw. mit blauen Flecken gezeichnet war. Am Stand in der Münsterstraße gab es dazu Informationen. Ein Foto zeigt den nackten Rücken einer Frau, auf dem in schwarzer Farbe der Slogan "Not for Sale" (nicht käuflich) steht. Die Schüler hatten zum Thema Zwangsprostitution und Folter auch einen Fragebogen entwickelt. Eine Frage lautete zum Beispiel: Wie alt ist der größte Teil der Gewaltopfer in der Prostitution? Nicht alle Passanten, die am Stand stehen blieben, wussten darauf die richtige Antwort. Sie lautet jünger als 21 Jahre. In wie vielen Ländern wurde in den vergangenen fünf Jahren Folter registriert? Dies war eine weitere Frage, die von den meisten am Stand mit der Antwort "20 bis 70 Länder" beantwortet wurde. Kaum jemand hätte gedacht, dass es weltweit zwischen 131 und 176 Länder, in denen Menschen gefoltert werden. Insgesamt waren 10 Schüler*innen der UNESCO-AG, BTA-Auszubildende und TG-Schüler,  Monika Kurtsiefer, die Leiterin der UNESCO-Schülerarbeitsgemeinschaft und Peter Gött, UNESCO-Schulkoordinator zusammen mit Erika Korn von Terre des Femmes für die Aktion verantwortlich. Erika Korn, die im Bodenseegebiet die Hilfsorganisation "Menschenrechte für Frauen" vertritt, lenkte den Fokus der Passanten auf das Projekt Florika in Bulgarien. Hier wird durch Aufklärungs- und Präventionsarbeit vor Ort versucht, jungen Frauen eine Perspektive zu schaffen und so zu verhindern, dass sie in die Prostitution abrutschen. Leo Sprengel, der als Häftling verkleidete Schüler, berichtete von Reaktionen der Passanten am Aktionsstand: "Ohne die Prostitution wäre doch die Dritte Welt schon längst verhungert und auch die Zwangsprostituierten hier schicken doch wenigstens Geld nach Hause", habe ihm ein Mann entgegengehalten. Gerade Statements wie dieses zeigten, wie notwendig ihre Aktion sei, waren sich die Schüler einig. Auch viel Betroffenheit hätten sie erlebt, aber auch sehr oft Resignation: "Ihr könnt damit doch nichts ändern." Elisa Raso erklärte, ihr sei es wichtig, den "Finger in die Wunde zu legen". Die 19-jährige Schülerin weiß, dass sich mit einer solchen Aktion die Tatsachen nicht aus der Welt schaffen lassen. "Vergewaltigung und Zwangsprostitution, aber auch Folter sind immer noch zeitgemäß, und dagegen wollen wir ein Zeichen setzen", erklärte sie. Mangelnde Bildung und Geldnot sowie Menschen, die diese Umstände hemmungslos ausnutzen, seien Hauptursachen dafür, dass sich viele junge Frauen für Geld verkaufen müssten, erklärte Elisa Raso. Die Schüler wollten mit ihrer Aktion Aufmerksamkeit schaffen und jenen eine Stimme geben, die keine haben. Klar wüssten sie alle, dass derartige Aktionen vorerst nichts daran ändern, dass Menschen gefoltert werden oder in der Zwangsprostitution landen, erklärte ein Schüler. Ihnen ginge es darum, Aufmerksamkeit auf jene Themen zu lenken, die in "unserer kleinen heilen Welt" so gerne übersehen würden. "Dafür holen wir uns hier heute kalte Füße", schloss Elisa Raso. Die Aktion wurde auch im Südkurier veröffentlicht.
    unesco aktion13.12.16
    JZGSHomepage

Schuljahr 2015/16:

  • Kriegsgräberpflege in der Slowakei, 14 Tage im Juli 2016
    Bereits seit 1993 führt die Jörg Zürn Gewerbeschule in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge unter dem Motto „Arbeit für den Frieden“ Fahrten nach Osteuropa durch, um dort deutsche Soldatenfriedhöfe des 1. und 2. Weltkrieges zu pflegen. So führten diese Reisen u.a. schon nach Bulgarien, Baschkirien, Rumänien und Polen. In diesen Wochen leben und arbeiten die Jugendlichen aus unterschiedlichen Schularten gemeinsam mit Gleichgesinnten des jeweiligen Ziellandes eng zusammen, sie tauchen in die Sprache und Kultur des Landes ein, verbringen ihre Freizeit zusammen und nehmen an einem breitgefächerten Kultur-und Freizeitprogramm teil.
    Ob Burgen, Klöster, Kirchen, Museen, Höhlen, Floßfahrten oder Klettergarten – nichts wurde ausgelassen, um die Umgebung von Bardejov gemeinsam zu erkunden. Auch nicht die Besichtigung weiterer Soldatenfriedhöfe und der Besuch des Duklapasses, auf dem während des 2. Weltkrieges sehr schwere Kämpfe stattgefunden hatten, die mehr als 100000 Tote forderten. Tief berührt waren die Jugendlichen bei der Niederlegung eines Bouquets am Grab eines Mannes, dessen Tochter uns gebeten hatte, ihrem Vater diese Ehre zu erweisen. Auf den Friedhöfen hatten die Teilnehmer die Aufgabe, tonnenweise Erde zu verarbeiten, das Hochkreuz, das Friedhofstor und die Zäune abzuschleifen und zu streichen sowie widerspenstige, dornige Hecken zu stutzen. Schweißtreibende Arbeiten, die sich aber gelohnt haben, wie ihnen nicht nur von ihren deutschen und slovakischen Betreuern, sondern auch von Vertretern der Gemeinde Zborov bei der Abschlussveranstaltung mehrfach versichert wurde.
     (Bericht siehe auch unter der Rubrik Projekte / Kriegsgräberforsorge)



  • 11. internationaler UNESCO-Projekttag am 26.4.2016
    Entstanden als gemeinsame Netzwerkaktion aller UNESCO-Schulen und als Reaktion auf den GAU am 26.04.1986 in Tschernobyl, fand der 11. Projekttag genau 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe statt. „Schau hin! Misch dich ein!“ – war das Motto. Gut von ihren Lehrern vorbereitet trafen sich um 9:40 Uhr vier Klassen (TG, 2BkBi, 2BFS) zum Pro/Contra-Debattiererwettbewerb, und schickten jeweils zwei Schüler/innen ins Rennen. In der ersten Runde debattieren sie um die Legalisierung von Cannabis. Ob sie nun für oder dagegen argumentierten, entschied das Los kurz vorher. Da war gute Rhetorik und Flexibilität gefragt. Die Jurys, bestehend aus jeweils zwei Schüler/innen und einem Lehrer, stimmten in vier Durchgängen für die besten vier Schüler/innen, welche in der zweiten Runde um das Thema Atomkraft rangen. In die Endrunde kamen zwei Schüler der Biologisch-Technischen-Assistenten, Cedric Hoffmann und Jakob Steindl. Letzterer gewann beim Thema Todesstrafe. Alle Teilnehmer wurden von ihren Klassen gefeiert und bekamen Preise.
    Um 11 Uhr trafen sich alle Schüler der JZGS, einige SG-Schüler der JvLS und Gäste im Eingangsbereich der Kreissporthalle. Dort verkauften Schüler der 2BkBi-M1, der SMV und der UNESCO-Ag selbstgebackenen Kuchen und Laugenhörnchen sowie Getränke wie FairTrade-Kaffee und Bananenmilch, um Geld für den Bau einer Schule im Dorf Nanfumba in Uganda zu sammeln. Dieses Projekt organisierte die Schülerin Alina Bouard. Es kamen 170 Euro zusammen! Neben weiteren Schülerpostern über Afrika und Armut wurde die große Sonderausstellung „Flucht und Vertreibung“ des Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. präsentiert.
    Das Hope Theatre Nairobi, mit acht Schauspieler/innen zeigte anschließend das Stück „Auf der Flucht“ mit Szenen zur Flucht, Verfolgung und Leben in Armut. Beginnend mit einem Vergleich zur europäischen Auswanderungsbewegung des 19. Jahrhunderts wurde schnell das Elend heutiger Boat People in Verbindung mit der europäischen Kolonisierung Afrikas gebracht. Sätze wie „Immer gibt es ein richtiges und ein falsches Land,“ “Hunger ist kein Delikt“ oder “Man flieht nicht, weil einem das Essen nicht schmeckt“ erschütterten und zeigten, wie sorglos wir den der Begriff „Wirtschaftsflüchtling“ benutzen. In den starken akrobatischen Einlagen der Tänzer kam jedoch die Energie und Kraft Afrikas zum Ausdruck. Mit Trommeln, Musik, Hüftschwung, Tanz und Bühnenfußball wurde das Publikum miteinbezogen.
    Am Nachmittag las der deutsch-indische Autor Anant Kumar aus seinem neuen Roman „Berlin-Bombay“ vor ausgesuchten Klassen. In diesem Roman verknüpft Kumar das Thema Migration am Beispiel jüdischer Emigration im NS-Deutschland mit aktuellen interkulturellen Begegnungen.
    Die Kosten für die Gage des Hope Theatre und der Lesung wurden freundlicherweise von den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken (OEW) und der Volksbank Überlingen gedeckt, den Eigenanteil übernahm der Förderverein der Schule, der Rest wurde für die Dorfschule in Nanfumba gespendet. Der Schulleiter bedankte sich herzlich bei den Organisatoren Monika Kurtsiefer und Peter Gött, sowie Herrn Gobs für die Posterausstellung des VDK e.V., die noch bis Ende des Schuljahres im Neubau der Jörg-Zürn-Gewerbeschule zu sehen ist.
      Hope Theatre
    Hopetheatre2n

  • große Podiumsdiskussion "Asyl - ein Menschenrecht" am 10.12.2015 im Musiksaal
    Annette Groth, MdB, Martin Hahn, MdL, Udo Pursche, Gemeinderat und lokaler Flüchtlingskoordinator, Andreas Hüve, Amnesty International, antworten auf Fragen der Schüler der UNESCO-AG. Viele Flüchtlinge kommen zu uns, weil elementare Menschenrechte in ihren Herkunftsländern verletzt werden, wie z.B. durch Krieg oder politischer Verfolgung. Die Hilfsbereitschaft der Deutschen scheint hier grenzenlos. Doch was ist mit den anderen Menschenrechten, wie das das Recht auf Bildung, Nahrung, Wohnung oder das Recht auf freie Meinungsäußerung? Brauchen Migranten, die bitterer Armut entfliehen auch unseren Schutz? Macht sich Europa/Deutschland/Baden-Württemberg mit der Wirtschaftspolitik vielleicht sogar mitschuldig an der „Flucht aus wirtschaftlichen Gründen“? Die Presse (Südkurier) berichtet ausführlich über die spannende Diskussion.

  • Fairtade-School:
    Anfang Dezember verkaufen Schüler der  UNESCO-AG im Schulhaus Schokoladen-Nikoläuse und Schokoladenriegel aus fairem Handel und machen auf unser Konsumverhalten durch Plakate aufmerksam. Immer noch wird der Anbau von Kakao und Kaffee viel zu schlecht bezahlt und es werden Kinder zur Feldarbeit eingesetzt statt zur Schule zu gehen. Zudem ist biologischer Anbau  etwas teurer - langfristig jedoch nachhaltiger. Einen etwas höherer Preis können wir zahlen und helfen damit den Entwicklungsländern. Auch am Weihnachtscafe verkaufen die Schüler kulinarische Spezialitäten (Pizza, Falafel), die mit biologischen und FairTrade-Zutaten hergestellt wurden.


  • weitere Aktion zum Thema FairTrade:
    - Valentinstag 14-15. Februar: Doppelt Freude schenken mit Kärtchen und FairTrade-Rosen.
     - für unser JZGS-Schul-Shirt mit Logo verwenden wir zukünftig FairTrade-Textilien, welche aus biologisch angebauter Baumwolle hergestellt wurden (GOTS-Zertifikat).

  • "Cafe International" am Samstag 20. Februar, zum Tag der offenen Tür der beruflichen Schulen;
    "Wir sind stolz auf unsere Vielfalt und zeigen das".  Lernen verbindet Schüler/innen unterschiedlicher Sozialisationen, Ethnien und Kulturen.

     

Schuljahr 2014/15:

  • Fairtrade-School: Unsere Schule beschloss am Ende des letzten Schuljahres sich dem Netzwerk der Fairtrade-Schools anzuschließen. Das bedeutet für die UNESCO-AG u. a. sich für den  Verkauf von fair gehandelten Lebensmitteln und Kleidung an unserer Schule einzusetzen. Die AG organisiert den Verkauf von Fairtrade-Schokoladen, Faitrade-Snacks und -Drinks im Pausenverkauf und im Weihnachtskaffee, und Fairtrade-Rosen zum Valentinstag...... Bald ist die ganze Schule infiziert......
      
  • Menschenrechte: Unser ehemaliger Schüler Martin Müller lief knapp 7000 Kilometer in 10 Monaten -von Spanien nach Norwegen- und sammelte Spenden für “Target“. Diese Menschenrechtsorganisation von Rüdiger Nehberg kämpft gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen in Afrika. Am 20.1.2015 organisierten wir die Ankunft in Überlingen (Pressebericht).. und übergaben einen Scheck in Höhe 260 Euro für "Target" aus dem Erlös unserers Weihnachtskaffees.
Martin Müller 2015
  • Schüleraustausch mit Ufa: (Russland, Baschkortostan) zum Projektthema "Kulturelle Vielfalt im künsterlisch-handwerklichen Kontext", gefördert von der Stiftung DRJA und dem Land BaWü. Eine Gruppe von 11 Schüler/innen und 2 Lehrer besuchte das UNESCO-Gymnasium Nr. 39 in Ufa vom 6. bis 15. Februar 2015. Der Gegenbesuch in Überlingen fand vom 23.April bis 3. Mai statt (siehe Pressebericht) .Programmpunkte in Ufa waren Töpfern, Kreativmalerei, Musik, Diskussionen über Kunst und Kultur, baschkirische Spiele "Sabantui" Quiz und Puzzle über berühmte Gemälde, Unterricht in Russisch und Chinesisch, Rodeln und Snowtubing, Eislaufen und Eishockey, während in Überlingen der Holz und Metallarbeiten in den Werkstätten, als auch ein Besuch der freien Waldorfschule für die russischen Schüler im Mittelpunkt stand. Wichtig war auch der Besuch der Absturzstelle des russischen Flugzeugs im Jahr 2001, und der Besuch des Goldbacher Stollens, der durch KZ-Arbeiter in Überlingen entstand. Das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen wurde gefördert durch die Unterbringung in den Familien der Austauschschüler. Herzliche Umarmungen und innige Freundschaften zwischen russischen und deutschen Schülern zeigten einmal mehr, dass sich die Jugend nicht vom Säbelrasseln mancher Politiker beeindrucken lässt.
  • FairTrade Sommercafe am 22.7.2015: verschiedene fair gehandelte Produkte wurden ausgestellt und verkauft , und kulinarische Spezialitäten mit Fairtrade-Produkten von den Schülern zubereitet. Es gab Kaffee, Kuchen, Pizza, Quiche, Shakes, Smoothies, Obst… und die Gelegenheit zur Einstimmung auf die Sommerferien.  Dabei wurde auch darauf  geachtet, dass die Lebensmittel möglichst aus regionalen Quellen stammen und biologisch erzeugt wurden.  Auch Produkte aus dem Überlinger Weltladen wurden ausgestellt und verkauft.

  • Friedenspfade und Kriegsgräberpflege: Ein Klassiker unserer Schule.....seit mehr als 20 Jahren fahren Schüler am Ende des Schuljahres für 2 Wochen in osteuropäische Länder, siehe auch Pressebericht. Dieses Mal haben 21 junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung Soldatenfriedhöfe in Bulgarien gepflegt. Die Aktion erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Gemeinsam mit jeweils fünf Schülern der Partnerschule aus Varna am Schwarzen Meer und aus Sandanski in Südwestbulgarien wurden deutsche Soldatenfriedhöfe in Marino Pole, Petrisch und Sandanski sowie ein Fliegergrab in Roschen renoviert und gepflegt. Die jungen Leute beider Länder waren in Varna und Sandanski gemeinsam untergebracht. Die Gruppe besuchte die griechische Gedenkstätte Kerdyllia, wo die SS im Zweiten Weltkrieg die männliche Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 65 Jahren erschießen ließ. Gewandert wurde auf dem von der Jörg-Zürn-Schule im Jahr 2000 angelegten internationalen Friedenspfad im Pirin-Gebirge, auf dem verwitterte Wegweiser erneuert und ausgetauscht wurden.
      

Schuljahr 2013/14:

  • Zum Tag der Menschenrechte, den 10.12.2013 zeigte die UNESCO-AG den Dokumentarfilm "Camp 14 - total control zone" und moderierte eine Diskussion mit Menschenrechtsaktivisten (IGFM) und Zeitzeugen von Arbeitslager in Nord-Korea von 9:40 bis 13:00 in Raum N102+N103.
  • 30.4.2014, 12:00 Uhr: Auftakt zum internationalen UNESCO-Projekttag "Welterbe Erde" : 60 Sonnenblumen wurden vor der Kreissporthalle gepflanzt in Form der Buchstaben UNESCO. 
  • 6.5.2014, 10:40-13:00: 350 Schüler kamen in die Kapuzinerkirche zum "The Fair Trade Play"  mit dem Nairobi Hope Theatre „Fair Deal – Fair Act – Fair Trade“ , einer Fair-Trade Modenschau, und einer Ausstellung von Fair-Trade-Waren, organisiert von der UNESCO-AG
    Was ist Fairness – sozial und wirtschaftlich? Zu dieser Frage rappte, sang, tanzte und trommelte das Ensemble des Hope-Theatre aus Nairobi. Junge Kenianer, Österreicher und Deutsche hatten unter der Leitung von Stephan Bruckmeier eine Theatercollage erarbeitet. Als Vorprogramm veranstaltete die UNESCO-AG mit Schülern der Justus-von-Liebig-Schule eine Modenschau mit fair produzierter und gehandelter Sportswear, Business- und Freizeitkleidung. Schüler des TGs erläuterten das Thema Fair Trade an Hand von Vorträgen und Postern. Auch der Weltladen aus Überlingen präsentierte seine Waren. Überwältigendes Echo: siehe Artikel im Südkurier vom 7.5.14 und auf der Homepage der JvLS Überlingen
  • 16.-18.7.2014: UNESCO-Welterbe-Camp in Markelfingen mit 85 Schülern und 33 Lehrern der UNESCO-Projektschulen aus Ba-Wü zum Projekttagthema: "Welterbe Erde - Mach dich fit für Vielfalt".


In dem weltweiten Schulnetzwerk der UNESCO arbeiten ca. 220 deutsche UNESCO-Projektschulen mit. Diese Schulen orientieren sich innerhalb und außerhalb des Unterrichts an der Idee der internationalen Verständigung, des interkulturellen Lernens und einer nachhaltigen Lebensweise. Es geht um das Verständnis "fremder" Menschen und Kulturen und das gemeinsame Handeln hin zu einer friedlichen, umweltgerechten Welt.
Diese Aufgaben hat sich auch die Jörg-Zürn-Gewerbeschule gesetzt, die seit 1988 offiziell diesem Kreis angehört. Unter dem Dach einer gewerblichen beruflichen Schule sind das Technische Gymnasium, Berufs- und Berufsfachschulen sowie drei Berufskollegs zusammengefasst.

Seit 2012 besteht an unserer Schule eine UNESCO-AG, eine Arbeitsgemeinschaft für Schüler, die sich regelmäßig trifft und Aktionen vorbereitet und durchführt. Dies waren Aktionen, Diskussionen, Filme zum Thema Menschenrechte / politisches Asyl und zum Umweltthema Wasser. 

Unsere UNESCO-zertifizierte Partnerschule ist das Gymnasium 39, in der Stadt Ufa. Ufa liegt in Baschkortostan, einer russischen Republik nahe dem Ural-Gebirge. Angelehnt an das UNESCO-Dekadethema "Water for Life" organisierten wir eine projektbezogene Schülerbegegnung  in Ufa vom 13. bis 21. April 2012. Unsere Gastschüler*innen aus Ufa (13 Schüler*innen, 2 Lehrkräfte) besuchten Überlingen vom 3. bis 11. Oktober 2013.


Am Anfang, in den siebziger Jahren, stand der Ausbau von Schüler- und Lehreraustausch mit der französischen Berufsschule in Orleans. In den achtziger Jahren folgten das gewerblich orientierte Lyzeum Jean Rostand in Straßburg, die Chemisch-Technische Schule in Wuhan/Zentralchina und die Fachschule für chemische Laborassistenten bei der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking. Auch die ersten offiziellen Kontakte zu ostdeutschen Schulen datieren aus der Zeit noch vor der Wende 1989. Nach der Wiedervereinigung waren es Schulen in Barby, Kamenz und Leipzig, mit denen es zu einer engeren Zusammenarbeit kam.

In den neunziger Jahren weitete sich das Spektrum der internationalen Verbindungen zwischen der Überlinger Schule und Partnern im Ausland erneut: Der Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs eröffnete natürlich Chancen für Kontakte auch in Richtung Osten. Als außerordentlich hilfreich erwies sich dabei die Beteiligung der Schule am internationalen Donau-Projekt der UNESCO-Schulen.
Hierbei gab es nicht nur Gelegenheit zu projektbezogener praktischer Arbeit im Bereich des Vermessungswesens sowie geographischen und historischen Exkursionen, sondern auch breiten Raum für interkulturelle Kontakte.

Das Donauprojekt führte zunächst zum Austausch von Schülergruppen zwischen Überlingen und einer ungarischer Wirtschaftsschule in Gyöngyös, südlich von Budapest. Wenig später gelang es als erste Schule in Baden-Württemberg, den Austausch mit einer Schule in Rumänien, und zwar mit der UNESCO-Projekt-Schule in Tulcea im Donaudelta zu realisieren. 1994 und 1995 kam ein Austauschprogramm mit der UNESCO-Projekt-Schule in der Bulgarischen Stadt Varna am Schwarzen Meer in Gang, das sogar zu einer gemeinsamen Lehrerfortbildungsmaßnahme im Bereich Chemische Analytik führte.

In den letzten Jahren sind es vor allem Schülerbegegnungen mit französischen Schülern sowie Exkursionen in osteuropäische Länder wie Rumänien, Bulgarien, Russland und Polen, bei denen deutsche und osteuropäische Schüler gemeinsam Friedenspfade anlegen und Kriegsgräber pflegen

Nachhaltigkeit und weltbewußtes Handeln nehmen unsere Schüler ernst. In vielen Projekten und AGs engagieren sie sich zum Beispiel beim Installieren von Photovoltaik-Anlagen auf den Schuldächern, bei Gärtnerarbeiten am Schulgelände und am Schulteich, bei sportlichen und schulinternen Aktionen zur Unterstützung von Schulen in Honduras und Hawaii, kreativen Ideen zur Armutsbewältigung und zu Menschenrechten vor allem auch bei der Teilnahme am internationalen Projekttag der UNESCO-Projektschulen, der alle zwei Jahre stattfindet.

Unsere Beiträge zum internationalen Projekttag 2012 "Hinterm Tellerrand geht's weiter - weltbewusst essen und leben" stellten wir auf dem Schulgelände am Do. den 26. April zusammen mit der Justus-von-Liebig-Schule vor.

Ansprechpartner:
Dr. Peter Gött, UNESCO-Schulkoordinator der Jörg-Zürn-Gewerbeschule
     email: goett[ at ]gewerbeschule-ueberlingen.de
Monika Kurtsiefer, Leitung UNESCO-AG der Jörg-Zürn-Gewerbeschule
     email: kurtsiefer[ at ]gewerbeschule-ueberlingen.de

Website der deutschen UNESCO-Projektschulen: http://www.ups-schulen.de/

Nur wenige Kilometer von unserer Schule entfernt befinden sich zwei UNESCO-Weltkulturerbe: Die Klosterinsel Reichenau und die Unteruhldinger Pfahlbauten

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